blue note steht für sich und dass die scheiben im namen rudy van gelderns eine großartige zusammenstellung sind, ist auch klar. wenn man mal so richtig platt auf dem sofa liegen will und trotzdem appetit auf ein amuse-ohr der speziellen sorte verspürt, empfehle ich:
- 1 x vibes von bobby hutcherson
- 1 x bass von paul chambers (& friends)
wer vibraphon mag, der liebt bobby hutcherson.
aquarian moon (1) vielleicht etwas zu frickelig und hektisch, aber bouquet (2), maiden voyage (3) und when you are near (6) = sowas von mellow!
integres gejazze für ne flasche barbera und nem teller abruzzensalami und provolone.
mit rojo (3) ein nicht spektakulärer, aber gelungener sinnesorgan-schupser mit latinozitaten.
zuletz: hat frank zappa vor yellow shark eventuell the omen (7) vernascht? a bisserl zu stressig, aber nicht minder witzig!
FAZIT: mal wieder eine tolle neuanschaffung fürs cd-regal. für das hochkantige einsortieren aber fast zu schade bei der guten dame mit den sofia-loren-augen von reid miles. crispy!
nummer zwei ist die platte von paul chambers.
yesterdays (1), the theme (5) und chamber mates (7) waren für mich echte offenbarungen.
hab entweder noch nie darauf geachtet, oder es nie gemerkt: gestrichener kontrabass im jazz !
was würde beethoven dazu sagen? jedenfalls sehr beeindruckend das ganze. frische und smoothe nummern sind chasin´ the bird (3) und dear old stockholm (4) mit einem gut-draufem kenny burrell in der kopfnote. aber auch art taylor swingt das haus konsequent. mein favorit ist confessin´ (6): bass rauf und runter begleitet von hank jones am piano.
FAZIT: mal was anderes. geht über den üblichen klavier-, bläser- und gitarrenjazz hinaus und betont den bass, eben „bass on top“. ein musthave!
beide scheiben erhalten das prädikat „rischtisch jeil“ – auf ein entschleunigtes wochenende!
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