ein hartz für berlin – zitadelle

s.p.a.n.d.a.u. – hab n hartz für berlin, alter was hast du?

hartz-fuer-berlin

n guter stilmix – da war von allem etwas dabei – und das ganze auch noch für einen guten zweck. icke & er und bela b. präsentierten ein fettes line-up mit u.a. sido, den schreck pistols, clueso, t. raumschmiere und peter fox bei halb-trockenem wetter und nicht ganz vollem innenhof der zitadelle. die künstler verzichteten auf ihre gagen, der erlös und die einnahmen aus sms-aktionen, dem pfandsystem und dem merchandise kommen allesamt bedürftigen berlinern zu.

alles war sehr gut – aber auch sehr strikt – durchorganisiert, mit etwa 3 musikbeiträgen pro band und kurzen umbau-phasen. die zwischenmoderationen von bela b. und icke, wie auch die nicht-musikalischen auftritte von kurt krömer oder farid lockerten zudem das gesamtprogramm auf.

es hatte etwas familiäres, etwas gemütliches mit dorffest-charakter. sehr leckere und sonst bei konzerten unübliche snacks wurden angebote, bei den getränkeständen und bei den dixi-klos wartete man nicht länger als ein paar minuten – kurz: das ganze ding war sehr mellow und fügte sich in einen lazy sonntagabend ein, wie man ihn besser nicht gestalten kann. mein favorit war neben icke & er ganz klar peter fox + band und er packte in das 3-song-fenster auch die perlen seines projekts: alles neu – vorweg als auftaktversion, wobei cold steel und restband allmählich zum solofox am klavier zustieß & schwarz zu blau. danach lud peter alle hartz IV- empfänger ein ihn in ein paar jahren in seinem haus am see zu besuchen. alles sang mit. abschließend nochmal alles neu – sehr fett und auf die zwölf – man dürstete nach mehr.

als grande finale schmetterte bela b. in begleitung von icke & er am klavier sowie michael hirte an der harp die scorpionsgeissel „wind of change“ inmitten der bühnenpräsenz aller teilnehmenden bands. im publikum  flammten feuerzeuge auf.

charity hausgemacht – das sollte zu einer institution werden. 125 000 menschen werden in berlin täglich von der berliner tafel versorgt. ausgeburt einer idee, die vor 16 jahren von einer mutigen und engagierten frau entstand; die erste tafel deutschlands, hier in belin – viele städte folgten mit dieser tollen idee.

ich fand´s klasse und hätte noch   stunden dableiben wollen. dem engen zeitkorsett und der lärm-deadline von 22:00 h haben es aber leider alle zu verdanken, dass das festival des guten zwecks  sehr abrupt endete …. gern hätte man noch einem stadtaffen, einem rischtisch jeil oder einem tag mit schutzumschlag gelauscht und mitgesungen. vielleicht wächst die idee, vielleicht 2010 größer und länger? bei dem ticketpreis ein knaller und ein tolles gefühl mit dem eintritt oder dem bierbecher mit festival-brand auch noch etwas gutes getan zu haben.

danke icke, er, bela und allen anderen für dieses andere festival inmitten der festivalsaison.

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