seit dem 18. märz draußen: das neue album der strokes.
wurde 6 jahre nach first impressions on earth auch echt zeit – obgleich die projekte von albert hammond jr und fabrizio moretti samt arbeiten am jetzigen album verständlicherweise zeit saugten. toll dass die 5 new yorker jungs wieder mal thema sind und noch toller, wenn sie dann auch auf tour gingen. erstaunlich ferner, dass nach all der zeit jetzt auch wieder der verstaubte und abgekaute begriff “garagenband” ausgegraben wird. leider ist mir die quelle verblaßt – aber vor jahren sagte julian casablancas in einem interview zu dieser schubladisierung:
“… ey mann, wir kommen aus new york city, weißt du was dort ne garage kostet?”
außerdem haftet diesem begriff ein schulband-image an, etwas was bei den strokes schon seit is this it obsolet ist. nennen wir es doch noch nicht mal punk oder avantgarde. einfach nur rock. ehrlicher rock!
seit ein paar wochen dudelte bereits under cover of darkness (2) im radio auf und ab und machte massiv bock auf das album angles, das ich mir sofort besorgte.
manche kritik schmettert das jüngste werk ab und behauptet, alles sei die alte suppe. das kann ich nicht unterschreiben. sie sind halt irgendwie ihrem ganz eigenen stil treu geblieben und doch lässt sich eine musikalische entwicklung seit dem 2001er is this it und room on fire (2003) rausfiltern. valensis gitarre ist unverkennbar und doch deutlich reifer – so auch julians gesang, der diesmal auf mehreren ebenen schwebt (höre bei you´re so right track 4). auch taken for a fool (5) ist gesanglich, wie auch musikalisch eine neuerung: die gitarren umschmeicheln einen hüpfenden klaren bass, die drums treiben das ganze voran und der gesang bildet den stabilen roten faden und zurrt alles zusammen. einzig die wavigen 8ts-klänge scheinen gewöhnungsbedürftig zu sein. games (6) klingt wie rückwärts aus nem 80er-plattenregal gekippt – beats aus der dose, synthie-pop-klänge – trotzdem ne schicke sache.
mein persönlicher favorit ist gleich der opener der scheibe. mit machu picchu (1) zeigen die strokes mal eben wo der barthel den most holt. ein musikalischer stimmungsbogen vom ersten zum letzten ton. sehr streetig – wünscht man sich doch des nächtens durch eine metropole zu cruisen. eine melancholische und zugleich motivierende nummer.
nett der ausflug in latino-gefilde auf der ballade call me back (7) – dennoch kurzweilig. stimmung kommt indes auf dem track 8 auf: gratisfaction macht laune, tröpfelt mit anleihen aus den spätsiebzigern daher und zeigt den typischen stroke-sound.
metabolism (9) ist ein großes schweres, flaches und massives holzglücksrad, das 5 leute zu beginn des songs mit aller kraft anstoßen. und es dreht und dreht und dreht und man wird vom schwung mitgerissen. so muss das! final das stück life is simple in the moonlight. und so klingt es auch: wie das letzte stück einer platte. es faded angles gewissermaßen aus und setzt mit der letzten note das 2011er statement der strokes: hier leute! platte, gute musik, tour folgt …. und abgang!
alles in allem: ein gelungenes album, jedoch in der gesamtrange des strokes-oevres nicht die first impressions on earth übertreffend, wenn aber im fahrwasser mitziehend. liegt vielleicht an meinem persönlichen lieblingssong heart in a cage
20 eleven will be heaven.
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